Hartnäckiges Bauchfett
Auch genannt: Viszerales Fett, Stammbetonte Adipositas
Zunehmendes Bauchfett trotz unveränderter Lebensweise ist häufig hormonell (Östrogenabfall, Insulinresistenz) bedingt und ein eigenständiger kardiometabolischer Risikofaktor.
Hintergrund
Mit dem Östrogenabfall verschiebt sich die Fettverteilung von Hüfte/Oberschenkel zum Bauch (viszerales Fett). Viszeralfett ist metabolisch aktiv und erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen — unabhängig vom Gesamt-BMI. Ein Bauchumfang über 80 cm (Frauen) gilt als Risikomarker.
Mögliche Ursachen
- Hormonelle Umstellung (Östrogenabfall, Insulinresistenz)
- Insulinresistenz / metabolisches Syndrom
- PCOS
- Cortisol-Überschuss (chronischer Stress, selten Cushing)
- Schilddrüsenunterfunktion
Wann zur Ärztin?
- Bauchumfang über 88 cm
- Begleitend Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker oder Blutfette
- Schnelle Zunahme ohne erkennbaren Grund
- BMI über 30
Passende ärztliche Beratung
Die ärztliche Beratung erfasst Stoffwechselstatus (HOMA-Index, Lipide) und prüft bei Adipositas mit Komorbidität eine GLP-1-basierte Therapie, die gezielt viszerales Fett reduziert.
Häufige Fragen
Warum geht Bauchfett so schwer weg?
Viszeralfett reagiert stark auf Insulin und Cortisol. Bei Insulinresistenz ist reine Kalorienreduktion oft wenig wirksam — eine Stoffwechsel-Diagnostik klärt, ob eine zusätzliche medikamentöse Therapie sinnvoll ist.