Herzrasen in den Wechseljahren
Auch genannt: Palpitationen, Herzstolpern
Anfallsartiges Herzrasen oder Herzstolpern ist in der Perimenopause häufig und meist Folge der Östrogen-Schwankungen — eine kardiologische Abklärung ist trotzdem wichtig.
Hintergrund
Etwa 20–40 % der Frauen erleben in der Perimenopause Palpitationen, oft gemeinsam mit Hitzewallungen. Östrogenschwankungen beeinflussen das autonome Nervensystem und die Herzfrequenzregulation. Da Herzrasen aber auch ernste Ursachen haben kann, ist eine einmalige kardiologische Abklärung (EKG, ggf. Langzeit-EKG, Schilddrüsenwerte) sinnvoll.
Mögliche Ursachen
- Perimenopausale Hormonschwankungen (häufig mit Hitzewallungen)
- SchilddrüsenüberfunktionMit Gewichtsverlust, Unruhe, Zittern
- HerzrhythmusstörungenKardiologische Abklärung nötig
- Eisenmangelanämie
- Angst-/Panikstörung
- Koffein, Alkohol, Stress
Wann zur Ärztin?
- Herzrasen mit Brustschmerz, Atemnot oder Schwindel — sofort ärztlich abklären
- Anfälle mit Bewusstlosigkeit oder Beinahe-Ohnmacht
- Sehr unregelmäßiger Puls
- Erstmaliges Auftreten ohne Hitzewallungs-Kontext
Passende ärztliche Beratung
Nach kardiologischem Ausschluss ernster Ursachen prüft die gynäkologische Beratung, ob die Palpitationen klimakterisch bedingt sind und ob eine HRT die vasomotorische Symptomlast senkt.
Häufige Fragen
Ist Herzrasen in den Wechseljahren gefährlich?
Meist harmlos, wenn es zyklisch mit Hitzewallungen auftritt. Bei Begleitsymptomen wie Brustschmerz, Atemnot oder Synkope ist eine sofortige kardiologische Abklärung Pflicht.