Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
Häufig in den Wechseljahren

Herzrasen in den Wechseljahren

Auch genannt: Palpitationen, Herzstolpern

Anfallsartiges Herzrasen oder Herzstolpern ist in der Perimenopause häufig und meist Folge der Östrogen-Schwankungen — eine kardiologische Abklärung ist trotzdem wichtig.

Hintergrund

Etwa 20–40 % der Frauen erleben in der Perimenopause Palpitationen, oft gemeinsam mit Hitzewallungen. Östrogenschwankungen beeinflussen das autonome Nervensystem und die Herzfrequenzregulation. Da Herzrasen aber auch ernste Ursachen haben kann, ist eine einmalige kardiologische Abklärung (EKG, ggf. Langzeit-EKG, Schilddrüsenwerte) sinnvoll.

Mögliche Ursachen

  • Perimenopausale Hormonschwankungen (häufig mit Hitzewallungen)
  • Schilddrüsenüberfunktion
    Mit Gewichtsverlust, Unruhe, Zittern
  • Herzrhythmusstörungen
    Kardiologische Abklärung nötig
  • Eisenmangelanämie
  • Angst-/Panikstörung
  • Koffein, Alkohol, Stress

Wann zur Ärztin?

  • Herzrasen mit Brustschmerz, Atemnot oder Schwindel — sofort ärztlich abklären
  • Anfälle mit Bewusstlosigkeit oder Beinahe-Ohnmacht
  • Sehr unregelmäßiger Puls
  • Erstmaliges Auftreten ohne Hitzewallungs-Kontext

Passende ärztliche Beratung

Wechseljahre & HRT

Nach kardiologischem Ausschluss ernster Ursachen prüft die gynäkologische Beratung, ob die Palpitationen klimakterisch bedingt sind und ob eine HRT die vasomotorische Symptomlast senkt.

Häufige Fragen

Ist Herzrasen in den Wechseljahren gefährlich?

Meist harmlos, wenn es zyklisch mit Hitzewallungen auftritt. Bei Begleitsymptomen wie Brustschmerz, Atemnot oder Synkope ist eine sofortige kardiologische Abklärung Pflicht.

Die Inhalte auf dieser Seite sind redaktionelle Patientinnen-Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und keine Diagnose.