Hitzewallungen
Auch genannt: Wallungen, Hot Flushes, Vasomotorische Symptome
Hitzewallungen sind plötzliche Wärme- oder Schweißausbrüche, die typischerweise in der Perimenopause oder Postmenopause auftreten — als Folge der Östrogen-Spiegel-Schwankungen.
Hintergrund
Eine Hitzewallung beginnt meist im Brust- oder Halsbereich und steigt zum Gesicht auf. Sie dauert wenige Sekunden bis mehrere Minuten und kann von Schwitzen, Rötung, Herzrasen und Schwindel begleitet werden. Etwa 75 % der Frauen erleben Hitzewallungen während des Klimakteriums; die mittlere Symptomdauer liegt bei 7–10 Jahren.
Mögliche Ursachen
- Perimenopause/Menopause (häufigste Ursache ab Mitte 40)
- SchilddrüsenüberfunktionBegleitet von Gewichtsverlust, Zittern, Herzrasen
- Medikamentennebenwirkung (z. B. Tamoxifen)
- Karzinoid-SyndromSelten, mit Durchfall und Flush kombiniert
Wann zur Ärztin?
- Hitzewallungen treten häufiger als 5× pro Tag auf
- Nächtliche Schweißausbrüche stören den Schlaf regelmäßig
- Begleitsymptome wie unerklärlicher Gewichtsverlust, Herzrasen oder Zittern
- Du bist unter 40 Jahre alt und hast Hitzewallungen
Passende ärztliche Beratung
In der gynäkologischen Sprechstunde wird geprüft, ob die Symptome zum Klimakterium passen — und ob eine Hormonersatz-Therapie oder nicht-hormonelle Option sinnvoll ist.
Häufige Fragen
Was hilft sofort gegen eine Hitzewallung?
Kühlende Maßnahmen (kaltes Wasser, Ventilator), schichtweise Kleidung, kühles Schlafzimmer, Vermeidung von Triggern wie Alkohol, Koffein oder scharfes Essen.
Sind Hitzewallungen gefährlich?
Hitzewallungen an sich sind nicht gefährlich, können aber die Lebensqualität deutlich einschränken. Wenn sie den Alltag oder Schlaf stören, lohnt eine ärztliche Beratung zur Therapie.