Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
Häufig in den Wechseljahren

Innere Unruhe & Reizbarkeit

Auch genannt: Nervosität, Getriebenheit

Innere Unruhe, Nervosität und erhöhte Reizbarkeit gehören zu den häufigen psychischen Begleitsymptomen der Perimenopause.

Hintergrund

Die Schwankungen von Östradiol und Progesteron beeinflussen Serotonin- und GABA-Systeme im Gehirn. Folge: Anspannung, Reizbarkeit, ein "Getriebensein", oft kombiniert mit Schlafstörungen. Eine Abgrenzung zu Angststörung, Schilddrüsenüberfunktion und Stress-Syndromen ist wichtig.

Mögliche Ursachen

  • Perimenopausale Hormonschwankungen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Angst- oder Panikstörung
  • Chronischer Stress / Erschöpfung
  • Koffein, Schlafmangel

Wann zur Ärztin?

  • Anhaltende Unruhe mit Panikattacken
  • Schlaflosigkeit über mehrere Wochen
  • Begleitendes Herzrasen, Zittern, Gewichtsverlust (Schilddrüse abklären)
  • Deutliche Beeinträchtigung von Alltag oder Beziehungen

Passende ärztliche Beratung

Wechseljahre & HRT

Die gynäkologische Beratung prüft den hormonellen Anteil und grenzt ihn von Schilddrüsen- und Angststörungen ab; bei klimakterischer Genese kann HRT die Symptomlast senken.

Häufige Fragen

Ist innere Unruhe in den Wechseljahren behandelbar?

Ja — je nach Ursache durch HRT (bei hormonellem Anteil), Schlafhygiene, Stressreduktion oder bei Angststörung psychotherapeutische bzw. medikamentöse Behandlung.

Die Inhalte auf dieser Seite sind redaktionelle Patientinnen-Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und keine Diagnose.