Libidoverlust
Ein nachlassendes sexuelles Verlangen kann hormonelle, körperliche und psychosoziale Ursachen haben — in den Wechseljahren spielen Östrogen- und Testosteron-Abfall eine Rolle.
Hintergrund
Etwa 30 % der peri- und postmenopausalen Frauen berichten über deutlichen Libidoverlust. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen: hormoneller Wandel, vaginale Atrophie (Schmerzen beim Sex), Schlafstörungen, Stimmungsveränderungen, partnerschaftliche Themen.
Mögliche Ursachen
- Östrogenmangel (vaginale Atrophie verstärkt das Problem)
- Sinkende Testosteron-Spiegel
- Medikamentennebenwirkung (SSRI, einige Antihypertensiva, Pille)
- Depression, chronischer Stress, Burnout
- Partnerschaftliche Themen
Wann zur Ärztin?
- Libidoverlust belastet dich oder die Partnerschaft
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Symptome im Kontext anderer hormoneller Veränderungen
Passende ärztliche Beratung
Die gynäkologische Beratung kombiniert hormonelle Diagnostik (ggf. mit Testosteron-Bestimmung), Therapie der vaginalen Atrophie und ganzheitliche Einordnung. Bei Bedarf transdermales Testosteron off-label.
Häufige Fragen
Gibt es eine Testosteron-Therapie für Frauen?
In Einzelfällen wird postmenopausal niedrigdosiertes transdermales Testosteron off-label eingesetzt bei dokumentiertem Libidoverlust nach individueller ärztlicher Abwägung.