Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
Häufig in den Wechseljahren

Libidoverlust

Ein nachlassendes sexuelles Verlangen kann hormonelle, körperliche und psychosoziale Ursachen haben — in den Wechseljahren spielen Östrogen- und Testosteron-Abfall eine Rolle.

Hintergrund

Etwa 30 % der peri- und postmenopausalen Frauen berichten über deutlichen Libidoverlust. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen: hormoneller Wandel, vaginale Atrophie (Schmerzen beim Sex), Schlafstörungen, Stimmungsveränderungen, partnerschaftliche Themen.

Mögliche Ursachen

  • Östrogenmangel (vaginale Atrophie verstärkt das Problem)
  • Sinkende Testosteron-Spiegel
  • Medikamentennebenwirkung (SSRI, einige Antihypertensiva, Pille)
  • Depression, chronischer Stress, Burnout
  • Partnerschaftliche Themen

Wann zur Ärztin?

  • Libidoverlust belastet dich oder die Partnerschaft
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Symptome im Kontext anderer hormoneller Veränderungen

Passende ärztliche Beratung

Wechseljahre & HRT

Die gynäkologische Beratung kombiniert hormonelle Diagnostik (ggf. mit Testosteron-Bestimmung), Therapie der vaginalen Atrophie und ganzheitliche Einordnung. Bei Bedarf transdermales Testosteron off-label.

Häufige Fragen

Gibt es eine Testosteron-Therapie für Frauen?

In Einzelfällen wird postmenopausal niedrigdosiertes transdermales Testosteron off-label eingesetzt bei dokumentiertem Libidoverlust nach individueller ärztlicher Abwägung.

Die Inhalte auf dieser Seite sind redaktionelle Patientinnen-Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und keine Diagnose.