Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
Allgemeine Frauengesundheit

Prämenstruelles Syndrom (PMS / PMDS)

Auch genannt: PMS, PMDS, Prämenstruelle dysphorische Störung

PMS umfasst körperliche und psychische Beschwerden in der zweiten Zyklushälfte; in schwerer Form (PMDS) ist es eine behandlungsbedürftige Erkrankung.

Hintergrund

Bis zu 30 % der Frauen erleben relevante PMS-Symptome (Reizbarkeit, Stimmungstief, Brustspannen, Wassereinlagerung, Heißhunger) 5–10 Tage vor der Periode. Die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) betrifft etwa 3–8 % und geht mit ausgeprägter psychischer Belastung einher — sie ist klar behandelbar.

Mögliche Ursachen

  • Zyklische Hormonschwankungen (Progesteron/Östrogen-Verhältnis)
  • Serotonin-Sensitivität gegenüber Hormonschwankungen (PMDS)
  • Schilddrüsenfunktionsstörung (DD)
  • Depression / Angststörung (Abgrenzung wichtig)

Wann zur Ärztin?

  • Schwere Stimmungstiefs oder Reizbarkeit, die Beziehungen/Beruf beeinträchtigen
  • Suizidgedanken — sofortige Hilfe (Telefonseelsorge 0800 111 0 111)
  • Symptome auch außerhalb der Lutealphase (Abgrenzung Depression)

Passende ärztliche Beratung

Wechseljahre & HRT

Die gynäkologische Beratung grenzt PMS/PMDS von Depression ab und bespricht Optionen — von Lebensstil über zyklusstabilisierende Verhütung bis zu SSRI bei PMDS.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen PMS und PMDS?

PMS ist die häufige, mildere Form. PMDS ist eine schwere, im DSM-5 klassifizierte Störung mit ausgeprägter psychischer Belastung in der Lutealphase — sie ist gezielt behandelbar.

Die Inhalte auf dieser Seite sind redaktionelle Patientinnen-Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und keine Diagnose.