Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
Häufig in den Wechseljahren

Schlafstörungen in den Wechseljahren

Schlafstörungen in den Wechseljahren entstehen oft durch nächtliche Hitzewallungen, hormonelle Umstellung und sekundäre Faktoren wie Stress oder Stimmungsschwankungen.

Hintergrund

Etwa 40–60 % der peri- und postmenopausalen Frauen berichten über Ein- oder Durchschlafstörungen. Häufigste Mechanismen: nächtliche Hitzewallungen unterbrechen den Schlaf, der Östradiol-Abfall beeinflusst Serotonin- und Melatonin-Stoffwechsel. Sekundär entstehen häufig Energie-Mangel, Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme tagsüber.

Mögliche Ursachen

  • Nächtliche Hitzewallungen
    Aufwachen mit Schwitzen
  • Hormonell bedingte Schlafregulation
    Östradiol-Abfall beeinflusst Melatonin
  • Stress, Sorgen, Stimmungsveränderungen
  • Schlafapnoe
    Risiko steigt postmenopausal
  • Schilddrüsenfunktionsstörung

Wann zur Ärztin?

  • Schlafstörungen bestehen über mehrere Wochen
  • Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme, Stimmungsverschlechterung
  • Begleitendes Schnarchen oder Atemaussetzer (V. a. Schlafapnoe)

Passende ärztliche Beratung

Wechseljahre & HRT

Die ärztliche Beratung umfasst Schlaf-Anamnese, Symptom-Erfassung und ggf. eine Hormonersatz-Therapie zur Reduktion nächtlicher Hitzewallungen.

Häufige Fragen

Hilft eine HRT bei Schlafstörungen?

Wenn Schlafstörungen primär durch Hitzewallungen verursacht werden, verbessert sich der Schlaf unter HRT meist deutlich (NAMS Position Statement 2022).

Welche nicht-hormonellen Optionen gibt es?

Schlafhygiene, kognitive Verhaltenstherapie (CBT-I), in Einzelfällen SSRI/SNRI, Gabapentin oder kurzfristig Melatonin nach ärztlicher Beratung.

Die Inhalte auf dieser Seite sind redaktionelle Patientinnen-Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und keine Diagnose.