Schlafstörungen in den Wechseljahren
Schlafstörungen in den Wechseljahren entstehen oft durch nächtliche Hitzewallungen, hormonelle Umstellung und sekundäre Faktoren wie Stress oder Stimmungsschwankungen.
Hintergrund
Etwa 40–60 % der peri- und postmenopausalen Frauen berichten über Ein- oder Durchschlafstörungen. Häufigste Mechanismen: nächtliche Hitzewallungen unterbrechen den Schlaf, der Östradiol-Abfall beeinflusst Serotonin- und Melatonin-Stoffwechsel. Sekundär entstehen häufig Energie-Mangel, Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme tagsüber.
Mögliche Ursachen
- Nächtliche HitzewallungenAufwachen mit Schwitzen
- Hormonell bedingte SchlafregulationÖstradiol-Abfall beeinflusst Melatonin
- Stress, Sorgen, Stimmungsveränderungen
- SchlafapnoeRisiko steigt postmenopausal
- Schilddrüsenfunktionsstörung
Wann zur Ärztin?
- Schlafstörungen bestehen über mehrere Wochen
- Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme, Stimmungsverschlechterung
- Begleitendes Schnarchen oder Atemaussetzer (V. a. Schlafapnoe)
Passende ärztliche Beratung
Die ärztliche Beratung umfasst Schlaf-Anamnese, Symptom-Erfassung und ggf. eine Hormonersatz-Therapie zur Reduktion nächtlicher Hitzewallungen.
Häufige Fragen
Hilft eine HRT bei Schlafstörungen?
Wenn Schlafstörungen primär durch Hitzewallungen verursacht werden, verbessert sich der Schlaf unter HRT meist deutlich (NAMS Position Statement 2022).
Welche nicht-hormonellen Optionen gibt es?
Schlafhygiene, kognitive Verhaltenstherapie (CBT-I), in Einzelfällen SSRI/SNRI, Gabapentin oder kurzfristig Melatonin nach ärztlicher Beratung.