Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
Allgemeine Frauengesundheit

Sehr starke Regelblutung

Auch genannt: Hypermenorrhoe, Menorrhagie

Eine sehr starke oder verlängerte Regelblutung kann zu Eisenmangel führen und sollte bei Beeinträchtigung des Alltags abgeklärt werden — häufige Ursachen sind Myome und hormonelle Störungen.

Hintergrund

Von Hypermenorrhoe spricht man bei einem Blutverlust über 80 ml pro Zyklus oder Blutung über 7 Tage. Folge ist oft eine Eisenmangelanämie. Ursachen reichen von Myomen und Polypen über Gerinnungsstörungen bis zu hormonellen Dysbalancen und in der Perimenopause typischen Zyklusveränderungen.

Mögliche Ursachen

  • Gebärmuttermyome
  • Endometriumpolypen oder -hyperplasie
  • Perimenopausale Hormondysbalance
  • Gerinnungsstörungen
  • Schilddrüsenfunktionsstörung
  • Kupferspirale (IUP)

Wann zur Ärztin?

  • Durchbluten von Binde/Tampon stündlich
  • Blutung über 7 Tage
  • Müdigkeit, Blässe, Luftnot (Anämie-Zeichen)
  • Große Koagel oder zunehmende Stärke

Häufige Fragen

Ab wann ist eine Regelblutung "zu stark"?

Wenn sie den Alltag einschränkt, länger als 7 Tage dauert, stündlich Wechsel von Binde/Tampon nötig ist oder Anämie-Zeichen auftreten. Dann ist eine gynäkologische Abklärung sinnvoll.

Die Inhalte auf dieser Seite sind redaktionelle Patientinnen-Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und keine Diagnose.