Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren
Stimmungsschwankungen in der Perimenopause sind häufig — bedingt durch Hormon-Spiegel-Schwankungen (Östradiol, Progesteron) und sekundäre Faktoren wie Schlafstörungen und Lebensumstände.
Hintergrund
Reizbarkeit, Antriebslosigkeit, Tränendrang, Ängstlichkeit. Etwa 20–30 % der Frauen erleben eine deutliche Stimmungsbelastung in der Perimenopause. Eine Differenzialdiagnose zur Depression ist wichtig — beide können koexistieren.
Mögliche Ursachen
- Östradiol-Spiegel-Schwankungen
- Sekundär durch Schlafmangel und Hitzewallungen
- Depressive EpisodeAnhaltend gedrückte Stimmung, Interessenverlust
- Schilddrüsenstörung
- Lebensphasen-bedingte Belastungen (Pflege, Beruf, Familie)
Wann zur Ärztin?
- Anhaltende Niedergeschlagenheit über mehr als 2 Wochen
- Verlust von Freude, Antrieb oder Interessen
- Suizidgedanken — sofortige Hilfe (Telefonseelsorge 0800 111 0 111)
Passende ärztliche Beratung
In der gynäkologischen Sprechstunde wird geprüft, ob ein hormoneller Anteil vorliegt und ob HRT, nicht-hormonelle Optionen oder eine psychotherapeutische Begleitung sinnvoll sind.
Häufige Fragen
Hilft HRT gegen Depression?
HRT kann bei perimenopausal-assoziierten depressiven Symptomen positive Effekte zeigen, ist aber kein primäres Antidepressivum. Bei klarer depressiver Episode ist eine kombinierte Behandlung sinnvoll.