Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
Häufig in den Wechseljahren

Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren

Stimmungsschwankungen in der Perimenopause sind häufig — bedingt durch Hormon-Spiegel-Schwankungen (Östradiol, Progesteron) und sekundäre Faktoren wie Schlafstörungen und Lebensumstände.

Hintergrund

Reizbarkeit, Antriebslosigkeit, Tränendrang, Ängstlichkeit. Etwa 20–30 % der Frauen erleben eine deutliche Stimmungsbelastung in der Perimenopause. Eine Differenzialdiagnose zur Depression ist wichtig — beide können koexistieren.

Mögliche Ursachen

  • Östradiol-Spiegel-Schwankungen
  • Sekundär durch Schlafmangel und Hitzewallungen
  • Depressive Episode
    Anhaltend gedrückte Stimmung, Interessenverlust
  • Schilddrüsenstörung
  • Lebensphasen-bedingte Belastungen (Pflege, Beruf, Familie)

Wann zur Ärztin?

  • Anhaltende Niedergeschlagenheit über mehr als 2 Wochen
  • Verlust von Freude, Antrieb oder Interessen
  • Suizidgedanken — sofortige Hilfe (Telefonseelsorge 0800 111 0 111)

Passende ärztliche Beratung

Wechseljahre & HRT

In der gynäkologischen Sprechstunde wird geprüft, ob ein hormoneller Anteil vorliegt und ob HRT, nicht-hormonelle Optionen oder eine psychotherapeutische Begleitung sinnvoll sind.

Häufige Fragen

Hilft HRT gegen Depression?

HRT kann bei perimenopausal-assoziierten depressiven Symptomen positive Effekte zeigen, ist aber kein primäres Antidepressivum. Bei klarer depressiver Episode ist eine kombinierte Behandlung sinnvoll.

Die Inhalte auf dieser Seite sind redaktionelle Patientinnen-Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und keine Diagnose.