Vaginale Trockenheit
Vaginale Trockenheit ist eine häufige Folge des Östrogenmangels nach der Menopause — mit Symptomen wie Trockenheit, Brennen, Schmerzen beim Sex und häufigen Blasenentzündungen.
Hintergrund
Im Gegensatz zu Hitzewallungen, die mit der Zeit oft nachlassen, persistiert die vaginale Atrophie ohne Behandlung. Etwa 50 % der postmenopausalen Frauen sind betroffen — viele sprechen das Thema nicht von sich aus an.
Mögliche Ursachen
- Postmenopausaler Östrogenmangel (häufigste Ursache)
- Nebenwirkung von Tamoxifen oder Aromatase-Hemmern
- Lichen sclerosusMit Juckreiz und Hautveränderungen
- Sjögren-SyndromMit Mund- und Augentrockenheit
Wann zur Ärztin?
- Trockenheit, Brennen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Häufige Blasenentzündungen (mehr als 2× pro Jahr)
- Hautveränderungen oder anhaltender Juckreiz
Passende ärztliche Beratung
Die lokale Östriol-Therapie (Creme, Zäpfchen, Vaginalring) ist die First-Line-Behandlung und auch für viele Frauen mit Kontraindikationen gegen systemische HRT geeignet.
Häufige Fragen
Wie schnell wirkt lokale Östriol-Therapie?
Erste Effekte sind nach 2–4 Wochen spürbar, volle Wirkung nach 8–12 Wochen kontinuierlicher Anwendung.
Gibt es nicht-hormonelle Alternativen?
Hyaluronsäure-haltige Vaginalgele, Befeuchtungsmittel und in Einzelfällen Lasertherapie (Evidenzlage noch limitiert).