Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
Häufig in den Wechseljahren

Vaginale Trockenheit

Vaginale Trockenheit ist eine häufige Folge des Östrogenmangels nach der Menopause — mit Symptomen wie Trockenheit, Brennen, Schmerzen beim Sex und häufigen Blasenentzündungen.

Hintergrund

Im Gegensatz zu Hitzewallungen, die mit der Zeit oft nachlassen, persistiert die vaginale Atrophie ohne Behandlung. Etwa 50 % der postmenopausalen Frauen sind betroffen — viele sprechen das Thema nicht von sich aus an.

Mögliche Ursachen

  • Postmenopausaler Östrogenmangel (häufigste Ursache)
  • Nebenwirkung von Tamoxifen oder Aromatase-Hemmern
  • Lichen sclerosus
    Mit Juckreiz und Hautveränderungen
  • Sjögren-Syndrom
    Mit Mund- und Augentrockenheit

Wann zur Ärztin?

  • Trockenheit, Brennen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Häufige Blasenentzündungen (mehr als 2× pro Jahr)
  • Hautveränderungen oder anhaltender Juckreiz

Passende ärztliche Beratung

Wechseljahre & HRT

Die lokale Östriol-Therapie (Creme, Zäpfchen, Vaginalring) ist die First-Line-Behandlung und auch für viele Frauen mit Kontraindikationen gegen systemische HRT geeignet.

Häufige Fragen

Wie schnell wirkt lokale Östriol-Therapie?

Erste Effekte sind nach 2–4 Wochen spürbar, volle Wirkung nach 8–12 Wochen kontinuierlicher Anwendung.

Gibt es nicht-hormonelle Alternativen?

Hyaluronsäure-haltige Vaginalgele, Befeuchtungsmittel und in Einzelfällen Lasertherapie (Evidenzlage noch limitiert).

Die Inhalte auf dieser Seite sind redaktionelle Patientinnen-Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und keine Diagnose.