Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
Allgemeine Frauengesundheit

Wiederkehrende Blasenentzündungen

Auch genannt: Rezidivierende Harnwegsinfekte, Chronische Zystitis

Mehr als 3 Blasenentzündungen pro Jahr gelten als rezidivierend — bei Frauen nach der Menopause ist der Östrogenmangel ein wichtiger, behandelbarer Faktor.

Hintergrund

Rezidivierende Harnwegsinfekte betreffen viele Frauen, vor allem nach der Menopause: die östrogenarme Schleimhaut von Harnröhre und Blase wird anfälliger. Weitere Faktoren sind Geschlechtsverkehr, Restharn, Diabetes und anatomische Besonderheiten. Lokale Östrogentherapie kann die Rezidivrate postmenopausal deutlich senken.

Mögliche Ursachen

  • Postmenopausaler Östrogenmangel (Schleimhaut)
  • Geschlechtsverkehr ("Honeymoon-Zystitis")
  • Restharnbildung / Beckenbodenschwäche
  • Diabetes mellitus
  • Übertriebene oder mangelnde Intimhygiene

Wann zur Ärztin?

  • Mehr als 3 Infekte pro Jahr
  • Blut im Urin oder Flankenschmerz/Fieber (Nierenbeteiligung)
  • Keine Besserung trotz Therapie
  • Begleitende ungeklärte Gewichtsabnahme oder Durst (Diabetes)

Passende ärztliche Beratung

Wechseljahre & HRT

Bei postmenopausalen Frauen reduziert lokale Östriol-Therapie die Rezidivrate von Harnwegsinfekten nachweislich — ein zentraler, oft übersehener Behandlungsansatz.

Häufige Fragen

Wie kann ich wiederkehrende Blasenentzündungen vorbeugen?

Ausreichend trinken, Miktion nach dem Geschlechtsverkehr, ggf. D-Mannose. Postmenopausal ist lokale Östriol-Therapie eine wirksame Prophylaxe — ärztlich zu besprechen.

Die Inhalte auf dieser Seite sind redaktionelle Patientinnen-Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und keine Diagnose.