Wiederkehrende Blasenentzündungen
Auch genannt: Rezidivierende Harnwegsinfekte, Chronische Zystitis
Mehr als 3 Blasenentzündungen pro Jahr gelten als rezidivierend — bei Frauen nach der Menopause ist der Östrogenmangel ein wichtiger, behandelbarer Faktor.
Hintergrund
Rezidivierende Harnwegsinfekte betreffen viele Frauen, vor allem nach der Menopause: die östrogenarme Schleimhaut von Harnröhre und Blase wird anfälliger. Weitere Faktoren sind Geschlechtsverkehr, Restharn, Diabetes und anatomische Besonderheiten. Lokale Östrogentherapie kann die Rezidivrate postmenopausal deutlich senken.
Mögliche Ursachen
- Postmenopausaler Östrogenmangel (Schleimhaut)
- Geschlechtsverkehr ("Honeymoon-Zystitis")
- Restharnbildung / Beckenbodenschwäche
- Diabetes mellitus
- Übertriebene oder mangelnde Intimhygiene
Wann zur Ärztin?
- Mehr als 3 Infekte pro Jahr
- Blut im Urin oder Flankenschmerz/Fieber (Nierenbeteiligung)
- Keine Besserung trotz Therapie
- Begleitende ungeklärte Gewichtsabnahme oder Durst (Diabetes)
Passende ärztliche Beratung
Bei postmenopausalen Frauen reduziert lokale Östriol-Therapie die Rezidivrate von Harnwegsinfekten nachweislich — ein zentraler, oft übersehener Behandlungsansatz.
Häufige Fragen
Wie kann ich wiederkehrende Blasenentzündungen vorbeugen?
Ausreichend trinken, Miktion nach dem Geschlechtsverkehr, ggf. D-Mannose. Postmenopausal ist lokale Östriol-Therapie eine wirksame Prophylaxe — ärztlich zu besprechen.