Wiederkehrender Scheidenpilz / Infektionen
Auch genannt: Rezidivierende Vaginalmykose, Wiederkehrende bakterielle Vaginose
Häufige Scheideninfektionen nach der Menopause hängen oft mit dem östrogenbedingten Wandel der Vaginalflora und -schleimhaut zusammen.
Hintergrund
Östrogenmangel verändert den pH-Wert und reduziert die schützenden Laktobazillen — die Vaginalschleimhaut wird anfälliger für Pilz- und bakterielle Infektionen. Bei prä-menopausalen Frauen sind wiederkehrende Infektionen häufiger durch Antibiotika, Diabetes oder Immunsuppression bedingt.
Mögliche Ursachen
- Postmenopausaler Östrogenmangel (veränderte Vaginalflora)
- Diabetes mellitus / PrädiabetesErhöhtes Pilzrisiko
- Häufige Antibiotika-Einnahme
- Immunschwäche
- Übertriebene Intimhygiene
Wann zur Ärztin?
- Mehr als 3–4 Infektionen pro Jahr
- Begleitende ungeklärte Gewichtsabnahme oder starker Durst (Diabetes-Verdacht)
- Blutungen oder ungewöhnlicher Ausfluss
- Keine Besserung trotz Behandlung
Passende ärztliche Beratung
Lokale Östriol-Therapie stabilisiert pH-Wert und Vaginalflora und kann die Rezidivrate von Infektionen in der Postmenopause deutlich senken.
Häufige Fragen
Hilft lokale Östrogentherapie gegen wiederkehrenden Scheidenpilz?
Bei postmenopausalen Frauen verbessert lokale Östriol-Therapie die Schleimhautbarriere und reduziert nachweislich rezidivierende Infektionen. Akute Infektionen werden zusätzlich gezielt behandelt.