Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
Häufig in den Wechseljahren

Wiederkehrender Scheidenpilz / Infektionen

Auch genannt: Rezidivierende Vaginalmykose, Wiederkehrende bakterielle Vaginose

Häufige Scheideninfektionen nach der Menopause hängen oft mit dem östrogenbedingten Wandel der Vaginalflora und -schleimhaut zusammen.

Hintergrund

Östrogenmangel verändert den pH-Wert und reduziert die schützenden Laktobazillen — die Vaginalschleimhaut wird anfälliger für Pilz- und bakterielle Infektionen. Bei prä-menopausalen Frauen sind wiederkehrende Infektionen häufiger durch Antibiotika, Diabetes oder Immunsuppression bedingt.

Mögliche Ursachen

  • Postmenopausaler Östrogenmangel (veränderte Vaginalflora)
  • Diabetes mellitus / Prädiabetes
    Erhöhtes Pilzrisiko
  • Häufige Antibiotika-Einnahme
  • Immunschwäche
  • Übertriebene Intimhygiene

Wann zur Ärztin?

  • Mehr als 3–4 Infektionen pro Jahr
  • Begleitende ungeklärte Gewichtsabnahme oder starker Durst (Diabetes-Verdacht)
  • Blutungen oder ungewöhnlicher Ausfluss
  • Keine Besserung trotz Behandlung

Passende ärztliche Beratung

Wechseljahre & HRT

Lokale Östriol-Therapie stabilisiert pH-Wert und Vaginalflora und kann die Rezidivrate von Infektionen in der Postmenopause deutlich senken.

Häufige Fragen

Hilft lokale Östrogentherapie gegen wiederkehrenden Scheidenpilz?

Bei postmenopausalen Frauen verbessert lokale Östriol-Therapie die Schleimhautbarriere und reduziert nachweislich rezidivierende Infektionen. Akute Infektionen werden zusätzlich gezielt behandelt.

Die Inhalte auf dieser Seite sind redaktionelle Patientinnen-Information. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und keine Diagnose.