Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
Endometriose · Ratgeber

Wann ist eine Endometriose-OP sinnvoll?

Die Laparoskopie ist heute weniger Diagnose-Werkzeug als therapeutische Option — mit klarer Indikation.

Seit der ESHRE-Leitlinie 2022 ist die Bauchspiegelung kein zwingender Diagnoseschritt mehr. Diese Seite ordnet die operative Therapie sachlich ein. Die Indikation stellt ausschließlich eine Ärztin.

Therapeutische statt diagnostische Laparoskopie

Die Laparoskopie dient heute vor allem der Sanierung sichtbarer Herde und der histologischen Sicherung, wenn ohnehin operiert wird — nicht mehr primär der reinen Diagnosestellung.

Nutzen bei Schmerzen und Kinderwunsch

Eine sorgfältig indizierte Sanierung kann Schmerzen lindern und bei Kinderwunsch die Fruchtbarkeit verbessern. Der Nutzen wird gegen Risiken und individuelle Faktoren abgewogen.

Abwägung

Ob, wann und wie operiert wird, hängt von Beschwerden, Befund, Kinderwunsch und Voroperationen ab. Eine Zweitmeinung ist bei größeren Eingriffen legitim und sinnvoll.

Häufige Fragen

Hilft eine OP gegen Endometriose-Schmerzen?

Eine indizierte Sanierung kann Schmerzen reduzieren. Der Effekt ist individuell; eine OP ersetzt keine fortlaufende Begleitung.

Verbessert eine OP die Fruchtbarkeit?

Bei bestimmten Befunden ja. Die Entscheidung erfolgt individuell und idealerweise reproduktionsmedizinisch abgestimmt.

Quellen

  • Becker CM, et al. ESHRE guideline: endometriosis. Hum Reprod Open. 2022.
  • S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Endometriose (DGGG/AWMF).

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