Hormonersatztherapie (HRT)
Auch bekannt als: Hormonbehandlung, MHT, Menopausale Hormontherapie
Hormonersatztherapie (HRT) ist die ärztlich verordnete Gabe von Östrogen — bei erhaltener Gebärmutter immer kombiniert mit Progesteron — zur Behandlung klimakterischer Beschwerden.
Erklärung
Die HRT wird typischerweise als Pflaster, Gel oder oral verabreicht. Transdermale Anwendung wird wegen des geringeren Thrombose-Risikos häufig bevorzugt. Die DGGG/AWMF-Leitlinie und NAMS Position Statement 2022 bewerten die HRT bei klarer Indikation (vasomotorische Symptome, vaginale Atrophie, Osteoporose-Prophylaxe) als wirksam. Risiken (Brustkrebs, Thrombose, Schlaganfall) sind individuell abzuwägen.
Häufige Fragen
Welche HRT-Form ist am sichersten?
Transdermale Östradiol-Gabe (Pflaster, Gel) wird wegen geringerer Thrombose-Risiken oft bevorzugt. Mikronisiertes Progesteron gilt als bevorzugte Progestin-Komponente.
Wie lange darf ich HRT nehmen?
Es gibt keine starre Zeitvorgabe. Die jährliche Re-Evaluation von Nutzen, Risiken und Symptomen ist entscheidend. Viele Frauen nehmen HRT 2–10 Jahre.