Medizinisch geprüft
Dr. med. Antje Müller ·
PCOS · Ratgeber

Wie wird PCOS behandelt?

Es gibt keine „eine" PCOS-Therapie — die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden und der Lebensphase.

PCOS ist nicht im Sinne einer einmaligen Behandlung heilbar, aber sehr gut behandelbar. Die Therapie ist symptomorientiert und ändert sich über die Lebensphasen.

Diese Seite gibt einen Überblick. Die individuelle Therapie legt die Ärztin nach Abklärung fest.

Basis: Lebensstil

Bei Übergewicht ist Gewichtsreduktion die wirksamste Einzelmaßnahme: 5–10 % verbessern Zyklus, Hyperandrogenismus und Stoffwechsel. Bewegung und ausgewogene Ernährung sind die Grundlage jeder PCOS-Therapie.

Zyklus & Haut

Bei Zyklusstörungen und Hyperandrogenismus (Akne, Hirsutismus) werden zyklusstabilisierende oder antiandrogen wirkende Therapien eingesetzt. Bei Hirsutismus ergänzen kosmetische Verfahren die hormonelle Therapie.

Stoffwechsel & Kinderwunsch

Bei Insulinresistenz kommen Insulin-Sensitizer (z. B. Metformin) und bei begleitender Adipositas ggf. eine GLP-1-basierte Stoffwechseltherapie in Frage. Bei Kinderwunsch steht die Ovulationsinduktion im Vordergrund — die Therapieschwerpunkte verschieben sich je nach Anliegen.

Häufige Fragen

Ist PCOS heilbar?

Nicht im Sinne einer einmaligen Heilung, aber sehr gut behandelbar. Die Beschwerden lassen sich gezielt angehen und ändern sich über die Lebensphasen.

Muss ich bei PCOS dauerhaft Medikamente nehmen?

Nicht zwingend. Vieles lässt sich über Lebensstil steuern. Medikamente werden symptom- und phasenabhängig eingesetzt — die Strategie wird ärztlich angepasst.

Was passiert mit PCOS nach den Wechseljahren?

Die Zyklus-Symptomatik entfällt, metabolische Risiken (Diabetes, Herz-Kreislauf) bleiben relevant. Eine fortlaufende ärztliche Begleitung ist sinnvoll.

Quellen

  • Teede HJ, et al. International evidence-based guideline for PCOS (2023 Update).
  • S3-Leitlinie / DGGG-Empfehlungen zu PCOS.

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