Ernährung bei PCOS
Was die Evidenz zur Ernährung bei PCOS sagt — und was nur Marketing ist.
Rund um PCOS kursieren viele Diät-Versprechen. Diese Seite fasst zusammen, was die Leitlinie und Studienlage tatsächlich stützen.
Eine individuelle Ernährungsberatung, idealerweise ärztlich/ernährungstherapeutisch begleitet, ist sinnvoll.
Gewichtsreduktion bei Übergewicht ist der stärkste Hebel
Die Leitlinie betont: Es gibt nicht „die eine PCOS-Diät". Entscheidend ist bei Übergewicht eine moderate, nachhaltige Gewichtsreduktion (5–10 %), die Zyklus, Hyperandrogenismus und Insulinsensitivität verbessert — unabhängig von der konkreten Diätform.
Glykämischer Index & Insulinsensitivität
Eine Ernährung mit niedrigem glykämischen Index und ausreichend Protein kann die Insulinsensitivität günstig beeinflussen. Extreme oder einseitige Diäten sind nicht überlegen und schwer durchzuhalten.
Realistisch bleiben
Nachhaltigkeit schlägt Radikalität. Eine Ernährungsumstellung, die langfristig durchhaltbar ist, bringt mehr als kurzfristige Crash-Diäten — die das Jojo-Risiko erhöhen.
Häufige Fragen
Gibt es eine spezielle PCOS-Diät?
Nein. Die Leitlinie stützt keine spezifische Diätform. Entscheidend ist bei Übergewicht eine nachhaltige, moderate Gewichtsreduktion und eine ausgewogene Ernährung.
Hilft Verzicht auf Zucker bei PCOS?
Eine Reduktion schnell verfügbarer Kohlenhydrate kann die Insulinsensitivität verbessern. Wichtiger als einzelne Verbote ist ein langfristig durchhaltbares Muster.
Quellen
- Teede HJ, et al. International evidence-based guideline for PCOS (2023 Update) — Lifestyle.
- Cochrane Review: Dietary interventions for PCOS.